Die "Geheimwaffe" der Kommunikation (Unternehmertreff e.V.)

Die Natur hat uns nur einen Mund, aber zwei Ohren gegeben, was darauf hindeutet, dass wir weniger sprechen und mehr zuhören sollten.
Zenon von Elea, (um 490 - 430 v. Chr.), Zenon der Ältere, griechischer Philosoph,
Schüler des Parmenides von Elea

Zuhören ist die wahre Kunst bei der erfolgreichen Kommunikation. Zuhören ist, wie viele andere Fähigkeiten, erlernbar – und sollte vor allem auch trainiert werden.
 

Wie funktioniert ein Gespräch?

  • „Verkehrsregeln“ beachten (ausreden lassen etc.)
  • Empathisches Zuhören bedeutet:
    • jeder Mensch möchte sprechen, und jeder möchte, dass man ihm zuhört
    • Botschaften und Gefühle WIRKLICH verstehen, sich in seine Lage versetzen
    • Empathie bedeutet
    • das Gefühl d
    • Mehr als nur „hören“
    • es Gegenübers (für einen Augenblick) selbst erleben
    • sich in sein Gegenüber hineinversetzen
    • mit ihm so stark identifizieren, um die Situation, Gedanken, Gefühle nachvollziehen können
    • Mitmenschen sind Dir wichtig, Du hast Verständnis
      • fühlen sich dann wohl im Gespräch mit Dir
      • vertrauen Dir und öffnen sich
      • Wissen, was andere Menschen Dir mitteilen wollen
      • Gespräche sind weniger oberflächlich
      • Gesprächspartner können ohne Scheu Gefühle ausdrücken
      • Zuhörer nimmt Einfluss das Gespräch
      • Missverständnisse werden vermieden
      • Vorschnelles Urteilen wird vermieden

Gesprächsstörer:

  • Übertrumpfen wollen
    • Permanentes Vergleichen mit dem Sprecher
    • Weiß ich mehr zum Thema?
    • War mein Leben schwieriger?
    • Hoffentlich hört er bald auf, damit ich etwas von mir erzählen kann
  • Gedankenlesen
    • Der Versuch, Gedanken zu lesen statt zuzuhören
  • Filtern
    • Nur dann zuhören, wenn jm. etwas sagt, was Dich interessiert oder dem Du zustimmen kannst
    • Ansonsten auf Durchzug schalten
    • Abwertung, wenn keine gemeinsame Basis besteht
  • Vorschnelles Urteilen
    • „verrückt“
    • „langweilig“
    • „unreif“
    • „ablehnend"
  • „Psychotherapeut“
    • Macht ständig Vorschläge
    • Gibt ständig Ratschläge
  • Intellektuelles Streitgespräch
    • Den anderen in die Knie zwingen wollen
    • Immer Recht haben

 

Aufgrund dieser Störer erinnern wir uns 20 Minuten nach einem Gespräch  nur noch an 65% des Gesagten.

 

Zuhören liegt nicht in der Natur des Menschen, es ist schwer, sich über lange Zeit zu konzentrieren. Ein guter Zuhörer:

  • sammelt sich wieder
  • stellt Fragen zur Sache
  • signalisiert, dass er die Botschaft verstanden hat
  • fällt keine vorschnellen Urteile
  • hat keine Vorurteile
  • beharrt nicht eigensinnig auf seiner Meinung
  • baut keine inneren Barrieren auf, die verhindern, dass er den eig. Informationsgehalt versteht

 

Auf dem Weg zum besseren Zuhörer:
1) Zuhören erfordert Training, folgende Aktionsschritte können dabei helfen:

  • ich unterbreche andere nicht und versuche nicht, dass Gespräch zu dominieren
  • Ich konzentriere mich voll und ganz auf das, was mein Gesprächspartner sagt
  • Ich warte, bis ich mit dem Sprechen an der Reihe bin
  • Ich höre empathisch zu und versuche, wirklich zu verstehen, was andere mir sagen wollen
  • Ich unterstütze und ermutige meinen Gesprächspartner
  • Ich vergleiche mich nicht mit dem Sprecher
  • Ich versuche nicht, die Gedanken des Sprechers zu lesen
  • Ich gebe anderen im Gespräch konstruktives Feedback
  • Ich interessiere mich aufrichtig für meinen Gesprächspartner


2) Es ist schwierig, anderen zuzuhören, wenn Du

  • Deine eigenen Bedürfnisse befriedigen willst
  • Du Dir wünschst, dass man Dir zuhört
  • Du für Deine Leistungen gelobt werden willst


3) Nimm Dir vor:

  • mindestens einmal am Tag in einem Gespräch NUR zuzuhören
  • Stelle Deine eigenen Interessen hinten an und sei einfach für die andere Person da
  • Notiere Dir Deine Erkenntnisse aus dieser Übung

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